Bilanz des 1. Geo-Forum: Presseberichte
Besucher
(geschätzt):
650 Ausstellung: "Energie- und Umweltausstellung"
18./19./26.10.2003
400 Schüler ca. 16 Schulklassen besuchen Ausstellung
und Kurzreferate
Vorträge:
120 Vortrag:
Vom 30 Liter- zum 3 Liter-Haus
Ref:
Werner Haase (Architekt, Karlstadt) - Di 21.10.
70 Vortrag: Moderne Regenwassernutzung
Die
Sonnenseite des Regens
Gerhard
Deltau (Fachvereinigung Betriebs- u. Regenwassernutzung) - Mi 22.10.
100 Vortrag: Sonne und Wind
Lokale
Möglichkeiten zur Nutzung von erneuerbarer Energie
Gründung
der Solargesellschaft Gerolzhofen
Ref:
Bernhard Bedenk (ÜZ, Lülsfeld) - Do 23.10.
30 Vortrag: Bayerns Schönheit bewahren
Ref:
Richard Mergner (Landesbeauftragter Bund Naturschutz) - Di 28.10.
400 Vortrag: Bewahrung der Schöpfung
Benediktinische
Schöpfungsspiritualität im 21. Jahrhundert
Ref:
Pater Anselm Grün OSB, Pater Christoph Gerhard OSB - Mi 29.10.
60 Vortrag:
Biogas - eine große Chance für die Zukunft
Ref: Herr
Maciejczyk, FH Triesdorf - Fr 31.10.
__________
780
Ausstellung + Vorträge: 1830 Besucher
Angestoßene Projekte:
a) Solargesellschaft Gerolzhofen: Anzahl der bisher
gemeldeten Interessenten: 40 Personen aus GEO und Umgebung
b) Biogasanlage Oberspiesheim
Resonanz der Aussteller am Ende der Ausstellung:
Grundsätzlich alle positiv, etwas unzufrieden mit der
Besucherzahl am 1. Wochenende. Es würden alle Aussteller in 2 oder 3 Jahren
wieder mitmachen. Es wurde von Firmen vorgeschlagen, die Ausstellung mit dem
Herbstfest zusammen zulegen.
Ziele / Erfolg:
·
Natur-
und Umweltschutz voranbringen: erfüllt
·
Energiethemen,
erneuerbare Energien, Energiesparen ins öffentliche Interesse rücken: erfüllt
·
Forum
für Gewerbebetriebe aus GEO und Umgebung bieten = Gewerbeförderung: erfüllt, Verbesserungen möglich
·
GEO-Forum
als Einrichtung etablieren: erfüllt
·
Impulse
für konkrete Projekte oder Aktivitäten: erfüllt
·
Interessierte
Menschen zusammenbringen, Kontakte knüpfen (Vernetzung): erfüllt
·
Stärkung
Gerolzhofens als regionales Zentrum: erfüllt
Vom 18.
Oktober bis 31. Oktober 2003 bietet die Stadt Gerolzhofen in der Stadthalle im
Rahmen der Vortragsreihe „Geo-Forum“ einen Energie- und Umwelt-Dialog an. ( http://www.gerolzhofen.de
)
Alle Veranstaltungen finden in der Stadthalle
Gerolzhofen statt.
|
Sa 18.10. |
Ausstellung: 10.00 - 17.00 11.00 Uhr |
"Energie- und Umweltausstellung" Ausstellung mit
Firmen, Institutionen, Verbänden usw. Eröffnung durch
Bürgermeister Hartmut Bräuer |
|
So 19.10. |
Ausstellung: 10.00 - 17.00 |
"Energie- und Umweltausstellung" Ausstellung mit Firmen,
Institutionen, Verbänden usw. |
|
Di 21.10. |
Vortrag: 19.30 - 21.00 |
Vom 30 Liter- zum 3 Liter-Haus. Wirtschaftliche
Sanierungen und Modernisierungen unter ökologischen und energietechnischen
Gesichtspunkten Ref: Werner
Haase (Architekt, Karlstadt) |
|
Mi 22.10. |
Vortrag: 19.30 - 21.00 |
Moderne Regenwassernutzung: Die Sonnenseite des Regens Gerhard Deltau (Fachvereinigung Betriebs- u.
Regenwassernutzung; http://www.fbr.de ) |
|
Do 23.10. |
Vortrag: 19.30 - 21.00 |
Sonne und Wind - Lokale Möglichkeiten zur Nutzung von
erneuerbaren Energien Gründung der Solargesellschaft
Gerolzhofen Ref:
Bernhard Bedenk (ÜZ, Lülsfeld) |
|
So 26.10. |
Ausstellung: 10.00 - 17.00 |
"Energie- und Umweltausstellung" Ausstellung mit Firmen,
Institutionen, Verbänden usw. |
|
Di 28.10. |
Vortrag: 19.30 - 21.00 |
Bayerns Schönheit bewahren Ref: Richard
Mergner (Landesbeauftragter Bund Naturschutz) |
|
Mi 29.10. |
Vortrag: 19.30 - 21.00 |
Bewahrung der Schöpfung Benediktinische
Schöpfungsspiritualität im 21. Jahrhundert Ref: Pater
Anselm Grün OSB, Pater Christoph Gerhard OSB (Abtei Münsterschwarzach; http://www.solarabtei.de ) |
|
Fr 31.10. |
Vortrag: 19.30 - 21.00 |
Biogas – eine große Chance für die Zukunft Ref: Herr Maciejczyk, FH
Triesdorf |
Öffnungszeiten der
Energie- und Umweltausstellung:
Samstag, 18.
Oktober 2003 von 10.00 bis 17.00 Uhr
Sonntag, 19. Oktober 2003 von 10.00 bis 17.00 Uhr
Sonntag, 26. Oktober 2003 von 10.00 bis 17.00 Uhr
Mainpost /
Gerolzhofen 19.11.2003
Aus dem Bericht zur Bürgerversammlung (Auszug):
.....
Abschließend
kam Petra Schöllhorn noch einmal auf die Energie- und Umwelttage in der
Stadthalle zurück. 24 Aussteller hätten an den drei Tagen an den zwei
Wochenenden ihre Produkte insbesondere zur Energieeinsparung präsentiert. 400
Schüler und über 650 sonstige Besucher hätten Interesse gezeigt.
Ebenso gut
gewesen sei die Resonanz auf die zusätzlich unter dem Motto "Geo-Forum"
angebotenen sechs Vortragsabende gewesen. 780 Besucher seien hier gezählt
worden, davon allein beim Abend mit den Münsterschwarzacher Benediktinerpatern
Anselm Grün und Christoph Gerhard 400 an der Zahl. Es sei denkbar, dass die
Energie- und Umwelttage in einigen Jahre eine Neuauflage erfahren könnten.
Mainpost
/ Gerolzhofen 02.11.2003
Dem Flächenverbrauch Riegel
vorschieben
GEROLZHOFEN
(VI) Im Rahmen von GEO-Forum referierte der Landesbeauftragte des Bund
Naturschutz Bayern über die negativen Auswirkungen des Flächenverbrauch.
Täglich
werden in Bayern mehr als 28 Hektar Natur- oder Landwirtschaftsfläche bebaut
oder versiegelt. Übers Jahr gesehen entspricht dies der Fläche der Großstadt
Nürnberg. Folgen dieser Entwicklung sind der beschleunigte Regenwasserabfluss
und anschließende Überschwemmungskatastrophen.
Alternativ
zur weiteren Ausweisung von Gewerbe- und Wohngebieten am Rande der Ortschaften
sollen, so Mergner, innerörtliche Brach- und Sanierungsflächen neu genutzt
werden. Ein Hektar innerörtliches Baulandpotential entspricht etwa drei Hektar
Neubaufläche am Stadtrand. Als besonders negatives Beispiel für Zersiedelung
bezeichnete Mergner den neuen Mainfrankenpark bei Dettelbach.
Im
Rahmen der Agenda 21 sollen die Bürgerinnen und Bürger von Gerolzhofen eigene
Gedanken entwickeln, wie die Stadt in 20 Jahren aussehen soll. Im Rahmen der
Landschaftsplanung sollen auch Landschafts- und Naturschutzgebiete ausgewiesen
werden, die frei von Bebauung bleiben müssen.
Die
anschließende Diskussion drehte sich um die Themen Entfernungspauschale, um
Windkraftanlagen im Steigerwald und um zukünftige Wohn- und Gewerbegebiete in
Gerolzhofen. Für Windkraftanlagen wären, so Mergner, Vorrangflächen durch die
Kommunen auszuweisen.
In
einem Grußwort betonte der stellvertretende Betriebsleiter der Unterfränkischen
Überlandzentrale, Josef Karl, die Unabhängigkeit des Energieversorgers. Die ÜZ
sei das "gallische Dorf im E.ON-Gebiet" und sei bundesweit führend
bei der Anwendung der erneuerbaren Energien.
Zweiter
Bürgermeister Robert Wächter, der eingangs die Schönheiten und Naturdenkmäler
in der Gerolzhöfer Flur hervorhob, bedauerte, dass nicht mehr Stadträte an der
informativen Veranstaltung teilnahmen.
Eine
Biogasanlage für die Region?
Vor
allem Landwirte aus einem Umkreis von 20 Kilometern nahmen an der Veranstaltung
"Biogas - eine große Chance für die Zukunft" in der Stadthalle
Gerolzhofen teil. Agraringenieur Manuel Maciejczyk vom Entwicklungs-,
Beratungs- und Anwendungszentrum für die verstärkte Nutzung von Biomasse in
Triesdorf sprach sich für eine verstärkte Nutzung dieser erneuerbaren
Energiequelle aus. Das Biogas wird aus Gülle und aus Biomasse der
Landwirtschaft gewonnen und erzeugt in einem Blockheizkraftwerk elektrische
Energie und Wärme. In der Landwirtschaft ist - so Maciejczyk - ein großes
Potenzial an Biomasse vorhanden. Eine Biogasanlage kann zu einer zusätzlichen,
und durch die für 20 Jahren garantierten Vergütungen, zuverlässigen neuen
Einkommensquelle für Landwirte werden.
"Der
Landwirt wird zum Energiewirt" brachte es der Referent auf denPunkt.
Maciejczyk erhofft sich eine schnelle Entscheidung in Berlin über die
Novellierung des Erneuerbare Energiegesetz (EEG) und über die dort festgelegten
Vergütungshöhen für die Einspeisung von Strom ins öffentliche Netz. Ökologisch
ist eine solche Anlage sehr sinnvoll, da hiermit der Ausstoß klimaschädlicher
Gase aus Gülle und Biomasse stark verringert wird. Zudem verbessern sich die
Düngeeigenschaften der Gülle und diese riecht nicht mehr so unangenehm.
Im
Anschluss an den Vortrag erläuterte Bernhard Bedenk von der Unterfränkischen
Überlandzentrale Lülsfeld die Vorstellungen des Energieversorgers. Der
Energieversorger versucht, eine genossenschaftliche Anlage für die Nutzung von
Biogas zu initiieren. Während der erzeugte Strom ins Netz der ÜZ eingespeist
werden soll, könnte die erzeugte Wärme in einer großen Gärtnerei genutzt
werden. Die ÜZ will die Rolle eines "Katalysators" übernehmen,
während Bauernverband und Maschinenring weitere Schritte einleiten sollten.
Am
Schluss der Veranstaltung bedankte sich Zweiter Bürgermeister Robert Wächter
beim Referenten und bei den beiden Organisatoren der Energie- und Umwelttage,
Bernhard Bedenk (ÜZ Lülsfeld) und dem Natur- und Umweltreferenten des Stadtrates,
Thomas Vizl, mit einem Präsent.
Mainpost /
Gerolzhofen 26.10.2003
gerolzhofen
(Vi) Auf eine große Resonanz stießen die ersten drei Vorträge im Rahmen der
Energie- und Umwelttage der Stadt in der Stadthalle. Bisheriger Spitzenreiter
bei der Zahl der Besucher war der Vortrag der Karlstädter Architekten Werner
Haase "Vom 30-Liter zum 3-Liter-Haus" mit etwa 120 Besuchern.
Haase wies
darauf hin, daß heute gebaute Häuser eine Nutzungsdauer von 50 bis 100 Jahre
haben. Somit sollten die Gebäude nicht nach den heute geforderten
Energie-Mindeststandards, sondern nach den zu erwartenden Standards in 30
Jahren gebaut werden. Dies sei, so Haase, bereits problemlos und ohne hohe
Mehrkosten möglich.
Ein
modernes Passivhaus benötige heute nur noch etwa zehn Prozent des
Energieverbrauchs eines Gebäudes aus den Jahr 1950. Haase's Konzepte beinhalten
neben einer guten Dämmung des Gebäudes immer technische Anlagen zur
Raumlüftung, Klein-BHKW mit Wärmepumpen und Erdenergiespeicher sowie
Solaranlagen.
Der
stellvertretende Betriebsleiter der Unterfränkischen Überlandzentrale, Josef
Karl, bezeichnete Haase in einem Grußwort als "Querdenker und Visionär,
der neue Konzepte umsetzt". Bürgermeister Hartmut Bräuer sieht als
Ergebnis der Planungen ein "Wohlfühlhaus".
Tipps für
Zisternenbau
Etwa 60
Besucher aus einem Umkreis von etwa 30 Kilometer interessierten sich im zweiten
Vortrag für moderne Regenwassernutzung. Referent Gerhard Deltau von der
Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung erläuterte die ökologischen
Ziele der Regenwasserbewirtschaftung: weniger Oberflächenabfluß und verzögerter
Abfluß der Regenfälle, mehr Grundwasserneubildung und verstärkte Verdunstung
auf den Dächern und Grundstücken. Lediglich die Hälfte des durchschnittlichen
Wasserverbrauchs müsste aus Trinkwasser gedeckt werden. Für den Rest
(WC-Spülung, Wäsche waschen und Garten gießen) sei bei Einhaltung der
technischen Grundregeln Regenwasser gut geeignet. Deltau gab den Zuhörern
detaillierte technische Tips für die Ausführung einer Regenwasserzisterne und
deren größenmäßige Auslegung. Die erforderlichen Investitionen liegen, so der
Referent, bei 4 000 bis 5 000 Euro für ein Einfamilienhaus.
Neben dem
finanziellen Vorteil für den Eigentümer durch geringeren Trinkwasserverbrauch erläuterte
Deltau auch die Vorteile für die Kommunen: Es wird fast 30 Prozent weniger und
zeitlich verzögert Abwasser in die Kanalisation geleitet. Hierdurch können
bauliche und technische Anlagen der Gemeinde kleiner und kostengünstiger
dimensioniert werden. Zweiter Bürgermeister Robert Wächter wies auf die
Zuschüsse der Stadt Gerolzhofen für die Errichtung von Regenwasseranlagen hin.
Nur für den Garten genutzte Zisternen erhalten einmalig 260 Euro, auch für die
WC-Spülung genutzte Anlagen werden mit 520 Euro aus dem Stadtsäckel gefördert.
Beim Verkauf städtischer Baugrundstücke erfolgt eine Auflage zum Bau einer
solchen Anlage.
Großflächiger
Einsatz nötig
Über
"Sonne und Wind - lokale Möglichkeiten zur Nutzung von erneuerbarer
Energie" berichtete Bernhard Bedenk von der Unterfränkischen
Überlandzentrale Lülsfeld (ÜZ). Die wirtschaftlich nutzbaren Ölvorräte gehen in
den nächsten Jahrzehnten zu Ende und werden sich weiterhin bei steigender
Nachfrage deutlich verteuern. Zur Vermeidung eines weiteren Temperaturanstiegs
in der Atmosphäre und in den Meeren sei der großflächige Einsatz erneuerbarer
Energien unbedingt erforderlich. Im Geschäftsbereich des regionalen
Stromversorgers ÜZ befinden sich zur Zeit drei Mainwasser-Laufkraftwerke, acht
Kleinwasserkraftwerke, zwei Windkraftanlagen, sechs Deponie- und Klärgasanlagen
und bereits 428 Fotovoltaikanlagen zur Stromgewinnung. Viele weitere Anlagen
zur Windkraftnutzung, Fotovoltaik und auch Biogas- und Biomassenutzung seien in
der Planung. Hier wies Bedenk besonders auf die GEO-Forum-Veranstaltung
"Biogas - eine große Chance für die Zukunft" am Freitag, 31. Oktober
in der Stadthalle hin. Das Versorgungsgebiet der ÜZ, so Bedenk, sei
Spitzenreiter bei der Nutzung von Solarstrom: Hier werde elf Mal mehr Solarstrom
ins Netz eingespeist als im Bundesdurchschnitt. Allerdings stoße das technische
Netzpotential an die Grenzen der Aufnahmefähigkeit. Alleine für die weitere
Windkraftnutzung seien zur Zeit 26.000 KW bei der ÜZ angefragt. Zum Vergleich:
Die beiden bestehenden Windräder bei Schraudenbach leisten jeweils nur 1.000
KW.
In einem
Fazit hielt Bedenk die Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien von 15 auf
30 Prozent im ÜZ-Gebiet zwischen Arnstein und Geiselwind für möglich. Er
erläuterte auch die Kosten für die Stromkunden: Im Jahr 2003 liegen diese bei
nur knapp einem halben Cent pro bezogener Kilowattstunde.
Mainpost
/ Gerolzhofen 24.10.2003
"Schade, dass das Haus schon steht"
Gerolzhofen
Zum zweiten und letzten Mal ist die Bevölkerung an diesem Sonntag eingeladen,
die Energie- und Umweltausstellung im Rahmen des erstmals durchgeführten
"Geo-Forums" in der Gerolzhöfer Stadthalle zu besuchen. Zahlreiche
Firmen und Organisationen nutzten die Möglichkeit des Kontakts zur
Öffentlichkeit und bauten am vergangenen Wochenende ihre Stände auf. Unter der
Woche hatten vor allem die Schulen Gebrauch von der Informationsveranstaltung
gemacht, so dass die Ausstellung rege besucht war.
Direkt
nach der offiziellen Eröffnung am Samstag und am Folgetag blieben die
Menschenmassen aus, berichtet der federführend in der Organisation tätige
Umweltreferent des Gerolzhöfer Stadtrates, Thomas Vizl.
Von
den Messe-Teilnehmern hatte er unterschiedliche Reaktionen bekommen:
"Manche setzten auf Qualität statt Masse und freuten sich über die
interessanten neuen Kontakte, die geknüpft werden konnten. Auf der anderen
Seite waren den Ausstellern, die direkt ihre Produkte verkaufen wollen, die
Besucherzahlen zu niedrig", so Vizl.
Die
MAIN-POST hatte sich bei der Eröffnung des "Geo-Forums" ausführlich
mit Ausstellern und Besuchern unterhalten: Aussteller Christian Roth (Roth
Heizung-Sanitär GmbH) begrüßte, dass erstmals eine derartige Fachmesse in
Gerolzhofen durchgeführt werde. Roth sah die kleine Messe als Informations-,
nicht als Verkaufsveranstaltung für alternative Energiequellen. Seine Firma
stellte Pellets-Öfen, Brennwert-Technik und Wärme-Pumpen vor.
Im
Gegensatz dazu machte Thomas Persch (PMP-Holzbau GmbH) keinen Hehl daraus,
direkt Kunden ansprechen zu wollen. Er stellte seine Holzbau-Technik vor und
warb im Bezug auf Bauweise und Dämmstoffe mit dem Slogan: "Vom 30- zum
3-Liter-Haus".
Wolfgang
Nieschlag (Firma Harter) betonte, dass es höchste Zeit sei, dass die Stadt eine
solche Veranstaltung auf die Beine stelle. Er präsentierte Techniken, Erdreich
und Grundwasser als "monovalentes Heizsystem" anzuzapfen.
"Schade, dass nicht nur Gerolzhöfer Firmen vertreten sind",
kritisierte er in diesem Zusammenhang.
Solarenergie
"Made in Germany" hatte Frank Heinisch (Haustechnik direkt)
anzubieten. Seine Firma ist Fach-Partner von Europas führendem
Fotovoltaik-Hersteller "Solarworld". "Die Innovation unseres Hauses
ist, dass wir unseren Kunden guten Gewissens versichern können, ihnen
qualitativ höchstwertige Produkte zu verkaufen", erklärt der
Geschäftsführer.
Besucherin
Maria Müller aus Gerolzhofen zeigte sich begeistert von den mannigfaltigen
Möglichkeiten bei einem Neubau. Sie sei sehr interessiert an dem Thema und habe
durch ihre Kinder schon einiges mitbekommen. "Schade, dass das eigene Haus
schon gebaut ist", lächelt sie.
Günter
Iff aus Gerolzhofen hob hervor, dass es höchste Zeit sei, dass sich die breite
Öffentlichkeit mit dem Thema Energiesparen befasse. "Früher hat man sich
zu wenig Gedanken darüber gemacht, was der hohe Energieverbrauch für
Konsequenzen auf unser aller Umwelt haben würde", meint Iff und fügt
hinzu, "diese Ausstellung zeigt aber ganz deutlich, dass heute jeder
Einzelne in der Lage ist, selbst viel Energie zu sparen, beispielsweise beim
Unterdrücken des Standby-Betriebs vieler Geräte."
Karl-Friedrich
Diener betonte, er sei stolz, dass sich seine Stadt Gerolzhofen so aktiv in
Sachen Umweltschutz engagiere und damit ihren Beitrag zur Bewahrung der
Schöpfung liefere. "Nicht jeder muss sich eine Solarstromanlage auf das
Dach bauen. Es reicht schon, wenn man innerlich umdenkt und zum Beispiel beim
Kauf einer neuen Waschmaschine ein ökologisches Modell wählt", so Diener.
Dem
konnte sich der Energieexperte Erich Waldherr vom Bund Naturschutz nur
anschließen. Mit einem interessanten Rechenexempel kann man sich am BN-Stand
darüber informieren, dass durch den Wegfall vieler externer Kosten auf
verschiedenen Sektoren bei einem Erzeugerwechsel und den Subventionswegfall für
"alte Energien" die jungen Methoden zur Stromerzeugung durchaus
wettbewerbsfähig sein können.
Bei
einem Rundgang über das Gelände der "Energie- und Umwelttage" findet
man also durchaus vielfältige Möglichkeiten zur Information. Besonders für
Bauherren und neugierige Heimwerker ist die Veranstaltung am Sonntag
unverzichtbar.
Die
Öffnungszeiten am letzten reinen Ausstellungstag sind von 10 bis 17 Uhr. Der
Eintritt ist wie in der Vorwoche frei.
Informationen
über die Veranstaltung, insbesondere über die hochkarätig besetzte
Vortragsreihe bis einschließlich 31. Oktober, sind im Internet unter
www.gerolzhofen.de (Homepage der Stadt Gerolzhofen), www.geo-net.de oder unter
www.uez.de (Überlandzentrale Lülsfeld) zu finden.
Mainpost / Gerolzhofen 23.10.2003
Knappes und teures Gut
Gerolzhofen (MG) Bei einem Vortrag am Mittwoch, 22. Oktober, um
1930 Uhr in der Stadthalle im Rahmen der Energie- und Umwelttage der Stadt
spricht Gerhard Deltau von der Deutschen Fachvereinigung für Betriebs- und
Regenwassernutzung über "Moderne Regenwassernutzung" und über
"Die Sonnenseiten des Regens". Der Vortrag ist kostenlos.
Selten ist der Zusammenhang zwischen Ökologie und Ökonomie so
eindeutig wie bei der Regenwassernutzung. Im regenarmen Unterfranken ist
Trinkwasser ein knappes und teures Gut. Aufwendig aufbereitetes Trinkwasser für
die Toilettenspülung und für die Bewässerung des Rasens zu nutzen, ist
ökologischer Unsinn und kostet den Hausbesitzern und Mietern viel Geld. Wenn
Grundstücksbesitzer zukünftig auch noch für die Einleitung von Regenwasser über
versiegelte Flächen ihres Grundstückes ins öffentliche Kanalnetz zahlen müssen,
wird die Nutzung des Regenwassers und die Entsiegelung des Grundstücks noch
viel interessanter werden. Vorausschauende Bauherrn werden bereits heute die
Regenwasserzisterne und die Versickerungsflächen auf dem Grundstück einplanen.
Mehrere Ausstellerfirmen haben sich auf das Thema
"Regenwassernutzung" spezialisiert und zeigen ihre Produkte 26.
Oktober in der Stadthalle.
Mainpost / Gerolzhofen 19.10.2003
Hochkarätige Ausstellung geboten
gerolzhofen Als erste Veranstaltung im Rahmen des
"Geo-Forums" als lokaler Beitrag zur Agenda 21 wurde am Wochenende
die Energie- und Umweltausstellung in der Stadthalle eröffnet. Eine gut
bestückte und thematisch breit gefächerte Ausstellung sowie eine bis Ende des
Monats stattfindende viel versprechende Vortragsreihe sollen einen gelungenen
Einstand für die Veranstaltungsserie "Geo-Forum" geben, die künftig
regelmäßig in ein- oder zweijährigem Abstand veranstaltet werden soll.
Zu der offiziellen Eröffnung am Samstag hatten zahlreiche
Ehrengäste den Weg in die Stadthalle gefunden. "Ich bin froh, dass wir
jetzt einen Stein ins Rollen bringen können. Die Verwirklichung der
Möglichkeiten in Sachen alternativer Energiegewinnung liegt zu einem großen
Teil in den Händen der Jugend", sagte Bürgermesiter Hartmut Bräuer. Er
dankte den Leitern der Schulen, die veranlasst hatten, dass die Ausstellung
umfassend in den Unterricht eingebaut werden wird.
"Im Gegensatz zu den heute von den Firmen vorgestellten
praktischen Lösungen werden die geplanten Vorträge im Laufe dieser und der
nächsten Woche mehr ins Philosophische und Religiöse führen, was der
Veranstaltung Vielseitigkeit verleiht", so Bräuer.
Als "besondere Zugpferde" bei der Verwirklichung
der Energie- und Umwelttage hob der Gerolzhöfer Bürgermeister auf der einen
Seite die Überlandzentrale Lülsfeld in Person von Direktor Lorenz Ruppenstein
und Fachbereichsleiter Bernhard Bedenk hervor, die sich seit vielen Jahren dem
Thema "Förderung regenerativer Energiequellen" verschrieben haben.
Auf der anderen Seite sprach er Stadtrat und Umweltreferent Thomas Vizl ein
großes Lob aus, der von Anfang an federführend in der Planung tätig war und
eine derart komplexe Ausstellung ermöglicht hatte.
Auch sehr eifrig hatte sich die Stadt selbst mit
Stadtbaumeisterin Petra Schöllhorn dem Projekt gewidmet. Dank sprach Bräuer
ferner den zahlreichen Ausstellern aus, die hier ihre eigene Geschäftsphilosophie
vorstellen und Kontakte zu potentiellen Kunden knüpfen können. "Die
Politik insgesamt wird versagen, wenn wir hier vor Ort nicht die Grundsteine
legen", führte Bräuer als einen der Hauptgründe an, warum man sich zu der
Veranstaltung im Rahmen der Agenda 21 entschlossen hatte.
ÜZ-Direktor Lorenz Ruppenstein gab einen kurzen Überblick
über die Überlandzentrale Lülsfeld und betonte, dass man Umweltaufgaben
jederzeit sehr offen gegenüber stehe und stets daran interessiert sei, die
Stromversorgung so Ressourcen schonend als möglich zu gestalten.
Der Umweltreferent des Stadtrates Thomas Vizl erläuterte,
beim 1. Geo-Forum sei der traditionelle Naturschutz ein wenig in den
Hintergrund gerückt, da der Schwerpunkt auf der Technik liege, so Vizl.
Gemeinsam mit dem Fachbereichsleiter der ÜZ Bernhard Bedenk stellte Vizl als
Abschluss der offiziellen Eröffnung die ausstellenden Betriebe und
Vereinigungen in einer kurzen Facheinführung vor. Bei den zahlreichen, oft
sehenswert in Szene gesetzten Ausstellungsobjekten dürfte für jeden Besucher des
ersten "Geo-Forums" auf jeden Fall etwas passenden dabei sein.
Zu sehen ist die Energie- und Umweltausstellung noch am
kommenden Sonntag, 26. Oktober, von 10 bis 17 Uhr in der Stadthalle.
Informationen über den weiteren Verlauf der Veranstaltungsreihe bis
einschließlich 31. Oktober, über die wir am 15. Oktober berichteten, sind auch
im Internet unter www.gerolzhofen.de, www.geo-net.de und www.uez.de zu finden.
Von unserem Mitarbeiter michael Sahlender
Mainpost / Gerolzhofen 08.10.2003 14:18
Die Sonnenseiten des Regens:
Umwelt- und Energietage
Gerolzhofen (wozi) Im Rahmen der Vortragsreihe
"GEO-Forum" finden vom 18. bis 31. Oktober in der Stadthalle die
Energie- und Umwelttage statt.
Die Vorträge und Ausstellungen sind nicht nur an umweltbewusste
Bürger, sondern auch für vorausschauende Bauherren und Hausbesitzer gerichtet.
Selbst große Städte mit ähnlichen Vortragsreihen schauen fast ein bisschen
neidisch nach Gerolzhofen. Trotz des umfangreichen Angebots ist der Eintritt
für alle Ausstellungen und Vorträge frei. So reichen die Vorträge von der
"Benediktinischen Schöpfungsspiritualität" über die Chancen der
Biogasnutzung in der Landwirtschaft bis zu den "Sonnenseiten des
Regens".
Außerdem spricht Richard Mergner, Landesbeauftragter Bund
Naturschutz, zum Thema "Bayerns Schönheit bewahren" und der in ganz
Unterfranken bekannte "Solararchitekt" Werner Haase referiert über
"Wirtschaftliche Sanierung und Modernisierung" von Altbauten. Einen Überblick
über die Nutzung der erneuerbaren Energien gibt Bernhard Bedenk vom regionalen
Stromversorger Überlandzentrale Lülsfeld. Die Vorträge beginnen jeweils um 1930
Uhr.
Den Auftakt der Energie- und Umwelttage in der Stadthalle bildet
eine zweitägige Ausstellung. Am Samstag und Sonntag, 18. und 19. Oktober,
stellen jeweils von 10 bis 17 Uhr über 20 Firmen ihre Produkte und
Problemlösungen vor: Energiesparendes Bauen, Regenwassernutzung, Solarenergie
und Photovoltaik, Blockheizkraftwerke, Windenergie, Haustechnik und ökologische
Baustoffe stehen im Mittelpunkt der Messe. Hinzu kommen außerdem Infostände von
Verbänden, wie Bund Naturschutz und Landesbund für Vogelschutz.
Die Ausstellung eröffnet Gerolzhofens Bürgermeister Hartmut am
Samstag, 18. Oktober, um 11 Uhr. Eine weitere Ausstellung findet am Sonntag,
26. Oktober, ebenfalls von 10 bis 17 Uhr statt. Ebenso wie die Vorträge gilt
auch bei den Messen freier Eintritt.
Vorbereitet wurden die Energie- und Umwelttage gemeinsam von der
Stadt Gerolzhofen auf Initiative von Bürgermeister Hartmut Bräuer, dem Umwelt-
und Naturschutzreferenten Thomas Vizl und mit aktiver Unterstützung der
Unterfränkischen Überlandzentrale Lülsfeld eG. Weitere Informationen gibt's auf
den Internetseiten www.gerolzhofen.de, www.geo-net.net und www.uez.de.
Mainpost / Gerolzhofen 25.08.2003
14 Tage im Zeichen der Umwelt
Gerolzhofen (MG) Im Rahmen der Vortragsreihe
"Geo-Forum" bietet die Stadt Gerolzhofen einen Energie- und
Umweltdialog an. Die Messe und Vorträge finden vom 18. bis 31. Oktober 2003
statt.
Neben einer Energie- und Umweltausstellung in der Stadthalle,
werden interessante Vorträge zu verschiedenen Themen angeboten. Die beiden
Hauptreferenten sind Richard Mergner, Landesbeauftragter des Bund Naturschutz
in Bayern und Pater Anselm Grün, bekannter Bestsellerautor der Abtei
Münsterschwarzach.
Vorbereitet wird diese Veranstaltung gemeinsam von der Stadt
Gerolzhofen auf Initiative von Bürgermeister Hartmut Bräuer, dem Umwelt- und
Naturschutzreferenten des Stadtrates, Thomas Vizl, sowie mit aktiver
Unterstützung des regionalen Stromversorgers, ÜZ Lülsfeld. Weitere
Informationen bei www.geo-net.net
Zurück zu www.geo-net.net zurück zum Seitenanfang