geo-net
Aktuelle Themen Neu: Pressemitteilung
vom 30.12.2003
– Keine Stillegung zum Jahreswechsel
Sonderfahrt
des Steigerwald-Expreß am 30.11.2003
Zukunft für die
Bahnstrecke SW-GEO-KT gesichert?
Eine
überraschende und erfreuliche Entwicklung nimmt die Bahnstrecke
Schweinfurt-Gerolzhofen-Kitzingen(Etwashausen).
Nach einer
Meldung der MainPost übernimmt die Deutsche Regionaleisenbahn GmbH (DER) die bereit
tot geglaubte Strecke und will wieder Güter- und Personenverkehr einrichten.
Eine wichtige
Infrastruktur würde der Region damit erhalten bleiben. geo-net hat sich bereits seit längerem für
den Erhalt der Strecke ausgesprochen (siehe unten).
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Aus der MainPost vom 27.08.2003: |
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Bahnstrecke nach Kitzingen in privater
Hand |
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Schweinfurt-Land (SRU) Die Bahnstrecke zwischen Gochsheim und
Kitzingen/Etwashausen wird nicht stillgelegt. Die Deutsche Regionaleisenbahn GmbH
(DRE) hat die Strecke übernommen. "Die Verhandlungen
sind abgeschlossen", sagt Gerhard Curth, vorsitzender Gesellschafter der
DRE. Das Unternehmen wird die Bahnstrecke allerdings nicht kaufen, sondern
für 20 Jahre pachten. Damit liegen der Streckenbetrieb, Instandhaltung und
Einnahmen in privater Hand. Rückblick: 2001 wurde
der reguläre Güterverkehr auf der Strecke zwischen Gochsheim und Kitzingen
eingestellt. Die Deutsche Bahn AG überlegte, die Strecke mangels
Wirtschaftlichkeit stillzulegen und schrieb sie zum Verkauf aus. Die
Landkreise Kitzingen und Schweinfurt winkten ab, die DRE stieg in die
Verhandlungen ein. Die Verhandlungen zogen
sich hin, lange Zeit sah es so aus, als würde die Strecke stillgelegt.
Womöglich ausgerechnet im Jubiläumsjahr - denn vor 100 Jahren schnaufte der
erste Zug von Schweinfurt nach Gerolzhofen, zwischen Kitzingen und
Gerolzhofen fuhr die erste Dampfeisenbahn schon zehn Jahre früher. Dann kam der Krieg im
Irak: Es rollten wieder mehr Züge von der in Kitzingen stationierten US-Army.
Bei den Befürwortern des Streckenerhalts keimte neue Hoffnung auf. Die
Deutsche Bahn AG prüfte die Wirtschaftlichkeit neu. Ergebnis: negativ. Anders
sieht's zwischen Schweinfurt und Gochsheim aus: Dort rollen täglich noch vier
reguläre Güterzüge, hinzu kommen die Atommüll-Transporte vom Kernkraftwerk
Grafenrheinfeld, die am Bahnhof in Gochsheim auf die Reise ins Zwischenlager
geschickt werden. Die fünf Kilometer lange Strecke bleibt im Eigentum der
Deutschen Bahn AG. Anfang August fiel die Entscheidung
im DRE-Aufsichtsrat: Die Deutsche Regionaleisenbahn GmbH übernimmt die
Strecke zwischen Gochsheim und Etwashausen. Weil der Abschnitt zwischen
Gochsheim und Schweinfurt aus dem Vertrag herausgenommen worden sei, so
Curth, habe die DRE die Strecke nicht mehr kaufen, sondern pachten wollen.
Für den 30. September ist die formelle Übergabe der Strecke geplant. Wie es weitergeht: Mitte
oder Ende September soll eine Regionalkonferenz anberaumt werden. Da würden,
so Curth, die Städte und Gemeinden entlang der Strecke, die Landkreise
Kitzingen und Schweinfurt und Vertreter der Wirtschaft über die Nutzung der
Strecke sprechen. Ausflugsverkehr, Güter- und Schülerzüge - das will die DRE
mit der Strecke anfangen. Läuft alles nach Plan,
könnte die Bahnstrecke unter der Ägide der DRE erstmals offiziell in einem
Vierteljahr befahren werden. Die DRE muss bis dahin
beim Bayerischen Wirtschaftsministerium einen Antrag auf Inbetriebnahme
genehmigt bekommen. Curth ist vorsichtig: "Es kann sein, dass da Hürden
aufgebaut werden, die ich noch nicht kenne." |
geo-net Resolutions-Antrag vom
14.06.2003:
geo-net im
Stadtrat
Thomas Vizl
Salzstraße 22
97447 Gerolzhofen
Tel. 09382 / 8705 oder 09721 /
646499-55 (tagsüber)
Fax 09721 /
646499-77
e-mail: thomas.vizl@ing-orf-vizl.de
Thomas Vizl
Salzstraße 22 97447 Gerolzhofen
Stadt Gerolzhofen
Herrn Ersten Bürgermeister
Hartmut Bräuer
Weiße-Turm-Straße
97447 Gerolzhofen
Gerolzhofen, 14. Juni
2003
Sehr geehrter Herr
Bürgermeister,
sehr geehrte Kolleginnen und
Kollegen des Stadtrates,
angeregt durch einen Bericht
in der Main-Post vom Samstag, 14.06.2003, bitte ich um Verabschiedung folgender
Resolution in der nächsten Sitzung:
Stadt Gerolzhofen fordert den Erhalt und
Reaktivierung der Bahnlinie Schweinfurt-Gerolzhofen-Kitzingen
Die Stadt Gerolzhofen ist gegen eine endgültige
Stillegung der Bahnlinie Schweinfurt-Gerolzhofen-Kitzingen/Etwashausen. Die
Bahnstrecke ist Teil der Verkehrsinfrastruktur für das Mittelzentrum
Gerolzhofen und wichtig für mögliche Gewerbeansiedlungen oder den Erhalt von Industriebetrieben und
Arbeitsplätzen in Gerolzhofen, Wiesentheid und Kitzingen. Es ist bekannt, daß
vor allem in Kitzingen Betriebe und Militäreinrichtungen Interesse an einem
Fortbestand der Bahnlinie für den Güterverkehr haben. Die Stillegung wäre eine Verschlechterung der
Standortbedingungen im Vergleich zu anderen Mittelzentren. Zudem würde eine
Stillegung den Zielen der Bundesregierung (Verlagerung von Güterverkehr von der
Straße auf die Schiene) entgegen stehen.
Die Stadt Gerolzhofen unterstützt eine mögliche
Wiederinbetriebnahme des Personennahverkehrs nach Schweinfurt auf dieser
Strecke. Besonders für Schülerverkehr wäre die Strecke geeignet, da sowohl die
Schulen in Gerolzhofen (Realschule und
Gymnasium) wie auch in Schweinfurt (Berufsbildungszentrum, Alexander-von-
Humboldt-Gymnasium, Fachakademie für Sozialpädagogik) fast unmittelbar an der
Bahnstrecke liegen. Berufspendler nach Schweinfurt sind gut an die Gewerbe- und
Industriegebiete im Süden der Stadt Schweinfurt anzubinden.
Falls die DB AG die Strecke nicht weiter betreiben
will oder kann, sollte die Strecke an einen privaten Betreiber, der flexibel
auf die Anforderungen der Kunden eingehen kann, abgegeben werden.
Sehr geehrter Herr
Bürgermeister, ich bitte darum, die Resolution nach Verabschiedung im Stadtrat
umgehend an folgende Stellen weiterzuleiten:
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Vizl