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Aktuelle Themen:
Hörnauer Seen
Mit der Zukunft
der etwa 30 Hektar großen Hörnauer Seen
muß sich der Stadtrat in den kommenden Monaten beschäftigen. Es geht darum, ob die
Teichwirtschaft dort weitergeführt wird oder ob die Wasserflächen dem
Naturschutz zugeführt werden können.
Dort gibt es ein
Teichgut „Hörnauer Seen“ mit mehreren verschieden großen Seen (ca. 30 ha). Für
das relativ wasser- und seenarme Steigerwaldvorland haben die Wasserflächen
eine beachtliche Größe. Die Hörnauer Seen befinden sich in der Nähe des
Naturschutzgebietes „Hörnau“ (Wald und Wiesen) und werden durch den
Volkach-Bach gespeist.
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Die Seen wurden jetzt jahrzehntelang von
einem Fischzuchtbetrieb kommerziell genutzt.
Bei einem „Runden Tisch“, zu dem Bürgermeister Hartmut Bräuer im
Herbst 2002 Vertreter des Landratsamtes Schweinfurt, der unteren
Naturschutzbehörde, der Fischereibehörde, Vertreter von Bund Naturschutz,
Landesbund für Vogelschutz, Landwirtschaft und des Naturschutzfonds Bayern
geladen hatte, wurde über die Zukunft des Gebietes gesprochen. Die Vertreter
des Natur- und Vogelschutzes sehen in diesem Areal ein einzigartiges Refugium
für Vögel und Kleintiere und setzen sich für eine Zurücknahme der intensiven
Nutzung ein. Das Seengebiet hat – in Zusammenhang auch mit dem benachbarten
Naturschutzgebiet – eine regionale bis überregionale Bedeutung. Vertreter des
Naturschutzfonds Bayern haben eine mögliche Förderung in Höhe von bis zu 75
Prozent der Investitionskosten angedeutet, wenn das Gelände ausschließlich oder
überwiegend dem Naturschutz dienen soll.
Erster Schritt wäre, so die übereinstimmenden Ansicht der
Beteiligten, eine systematische Untersuchung des Geländes hinsichtlich des
Verdachts auf Altlasten. Leider ist das Landratsamt Schweinfurt bisher nicht
tätig geworden.
Trotz der Förderung ist dieses Projekt für eine Kleinstadt wie
Gerolzhofen (7.000 Einwohner) zu groß. Angesichts der Bedeutung sollte die
Trägerschaft auf anderer Ebene angesiedelt werden.
Ein Natur- und Vogelschutzgebiet „Hörnauer Seen“ wäre eine großer Erfolg für den Naturschutz und eine Chance für
den sanften Tourismus in Gerolzhofen. Zusammen mit dem Naturschutzgebiet
„Hörnauer Wald“ würde ein regional und überregional einmaliges Gebiet
entstehen. Die Chance darf nicht verpaßt
werden. Thomas Vizl, Umweltreferent des Stadtrates