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im Stadtrat
Thomas Vizl
Salzstraße 23
97447 Gerolzhofen
Tel. 0177 / 8044191 oder 09721 /
646499-55 (tagsüber)
Fax 09721 /
646499-77
e-mail: thomas.vizl@ing-orf-vizl.de
Thomas Vizl
Salzstraße 23 97447
Gerolzhofen
Stadt Gerolzhofen
Frau Erste
Bürgermeisterin
Irmgard Krammer
und an die Kolleginnen
und Kollegen des Stadtrates
97447 Gerolzhofen
Gerolzhofen, 30. August 2008
Sehr geehrte Frau
Bürgermeisterin,
wir kennen alle die
aktuelle Situation in der Spitalstraße. Obwohl diese Straße zur
historischen Achse Marktstraße / Marktplatz / Spitalstraße gehört, obwohl
hier eine Fußgängerzone eingerichtet ist und obwohl fast alle Gebäude
zumindest im Erdgeschoß gewerblich genutzt werden, sprüht diese Straße
nicht gerade vor Leben!
Hinzu kommt, dass ein
markantes Gebäude direkt an der Ecke Marktplatz-Spitalstraße, gegenüber dem
Rathaus, das sog „Köhlerhaus“, dem Verfall preis gegeben ist. Es wird nicht
mehr lange hin sein, dass dort ein Bauzaun zur Sicherheit der Fußgänger
aufzustellen ist oder in einigen Jahren haben wir dort eine Baulücke.
Auf der anderen Seite
gibt es in der Spitalstraße mit den historischen Gebäuden, den typischen
kleinen Platzsituationen, den gastronomischen Betrieben (Kaiserhof,
Kaiserhofkeller, Cafe, Gasthaus Traube, Casa Roberto und Eisdiele) für
Gerolzhöfer Verhältnisse ein ordentliches Potential, das auch ausbaufähig
ist.
Nach monatelangen
Vorüberlegungen, vielen Gesprächen mit Stadtratskollegen, Bürgermeisterin,
Eigentümern und interessierten Bürgerinnen und Bürgern stelle ich folgenden
Antrag:
„Die Stadt
Gerolzhofen prüft, ob nach Abschluß der Maßnahme „ Marktstraße“ im Rahmen
der Städtebauförderung die Maßnahme „Spitalstraße“ angegangen werden soll.
Ein kompletter
Straßenausbau erscheint mir in diesem Zusammenhang nicht erforderlich.
Allerdings kenne ich den Zustand und das Alter der Infrastruktur (Kanal,
Wasserleitung, FW-Leitung, Gasleitungen, Elektro, Telekommunikation) nicht.
Zur Maßnahme sollten
unbedingt gehören:
- Schaffung von Terrassen vor den gastronomischen Betrieben
Kaiserhof, Cafe und evt auch vor Gasthaus Traube, Casa Roberto und
Eisdiele. Somit wird die Straße optisch aufgewertet und die
Außenaufstellung von Tischen, Stühlen, Pflanzkübeln, Rankgittern,
Sonnenschutz usw erleichtert. Mit der Metzgerei ist zu besprechen, ob
ein verstärkter Außenverkauf z.B. mit Stehtischen gewünscht ist.
- „Köhlerhaus“: Der Eigentümer verfolgt seine
ursprünglichen Pläne hinsichtlich Neubau und Nutzung als Reisebüro
offensichtlich nicht mehr weiter. Die Stadt prüft den Kauf des
Gebäudes und eine Sanierung oder Neubau im Rahmen der
Städtebauförderung. Die spätere Nutzung könnte
a)
ein kleines
Ladengeschäft oder
b)
eine
gastronomische Nutzung sein. Hierbei ist an ein Cafe, Weinlokal, Vinothek
oder Bistro zu denken. Bei einem Ausbau unter Erhalt der charmanten Fassade
könnte z.B. nach einer Entkernung die Decke zwischen EG und OG entfallen
und in diesem Raum eine Galerie eingebaut werden. In der warmen Jahreszeit
wäre eine Außenbewirtschaftung sowohl am Markplatz und in der Spitalstraße
möglich.
Nach Durchführung der Baumaßnahme soll das Gebäude vermietet oder,
falls rechtlich im Rahmen der Städtebauförderung möglich, auch verkauft
werden.
Durch die Förderung mit hoffentlich 50 Prozent durch Städtebauförderung
können Mieten oder Kaufpreis in einem vernünftigen Rahmen gehalten werden.
- Weitere Maßnahmenteile können von Planern entwickelt werden:
vielleicht ein kleiner Brunnen vor der Rathaus-Südseite?
- Nahwärmegebiet „Spitalstraße“: Im Bereich Spitalstraße existiert bereits
ein kleines Nahwärmegebiet: Das Alte Rathaus und die Grabenschule
werden vom Spital aus mit Wärme versorgt. Diese Nahwärmegebiet sollte
ausgebaut werden um folgende Objekte bzw Bereiche: VG-Gebäude mit
Hofgebäude, südliche Spitalstraße bis Kreissparkasse, über den
Marktplatz zu Kirche, Museum „Kunst und Geist der Gotik“ bis zu den
kirchlichen Gebäuden in der Salzstraße. In Vorgesprächen soll allen
Anliegern entlang dieser Trasse angeboten werden, sich am Nahwärmenetz
anzuschließen. Es soll geprüft werden, ob dieses Nahwärmenetz mit
Holzhackschnitzeln aus dem Gemeinsamen Bürgerwald und der
Forstbetriebsgemeinschaft Gerolzhofen betrieben werden kann. Ziel ist
es hierbei, den Anwohnern, den öffentlichen und kirchlichen
Einrichtungen eine kostengünstigere und langfristig kalkulierbare
Wärmeenergieversorgung aus erneuerbarer Energie anzubieten. Dies ist
sowohl aus ökonomischen, ökologischen wie auch aus sozialen Gründen
sinnvoll. Laut Aussage von unserem Förster Volker Conrad sind noch
Kapazitäten vorhanden, die Gerolzhofen hierfür nutzen kann. Als
Partner für diese Maßnahme kommt meines Erachtens die UÜZ (Lülsfeld)
in Frage, die auch erforderlichen Voruntersuchungen durchführen
könnte.
Durch die Zustimmung zu
diesem Antrag wird die Verwaltung beauftragt, die entsprechenden
Vorgespräche und Voruntersuchungen durchzuführen, Kosten abzuschätzen und
dem Stadtrat dann Beschlussvorlagen vorzulegen.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Vizl
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