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Wirtschafts- und Umweltprogramm
„Gerolzhofen
braucht vor allem Kreativität zur Lösung der Probleme!“ faßte Thomas Vizl die
Vorstellungen der neuen Liste geo-net.
Netzwerk für Gerolzhofen zusammen. Bei der jüngsten Zusammenkunft der Liste
im Gasthaus Wilder Mann erläuterte der Stadtratskandidat (Platz 2 auf der
geo-net-Liste) das Programm der Liste zur Wirtschafts- und Umweltpolitik. Vizl
sieht vier Schwerpunkte der zukünftigen Stadtratsarbeit: „Wir setzen uns für
eine nachhaltige Entwicklung der Stadt ein und sehen diese Entwicklung als
örtlichen Beitrag zur weltweiten Agenda 21. Zweitens ist uns die Lebensqualität
in der Wohn-, Schul- und Arbeitsstadt wichtig. Drittens wollen wir ökologische
Schwerpunkte setzen und nicht zuletzt werden wir Innovationen im Gewerbe und
Handel fördern oder initiieren.
Als
umweltpolitischen Schwerpunkt der Liste nannte der Diplom-Ingenieur ein
ökologisches Gesamtkonzept im Sinne der Agenda 21. Dazu gehört die Senkung und
Ökologisierung des Energieverbrauchs der öffentlichen und privaten Gebäude und
Anlagen. Insbesondere soll die örtliche Waldwirtschaft durch den Einsatz von
Schwachholz als Brennstoff für Heizungsanlagen gefördert werden. „Das Geld für
den Brennstoff bleibt“ so Vizl, „in der Region, statt zu den Ölexporteuren oder
Energiemultis zu fließen“. geo-net setzt sich für eine regionale
Kreislaufwirtschaft ein.
Für
die neuen Baugebiete soll eine ökologische Bauleitplanung erfolgen. geo-net
Spitzenkandidatin Mechthild Roth nennt beispielhaft die Ausrichtung der
Hausdächer nach Süden für die Nutzung der Solarenergie, kurze Wege zur
Verkehrsvermeidung, naturnahe Bepflanzungen mit einheimischen Pflanzen als
Rückzugsgebiete für Lebewesen. Durch eine entsprechende Gestaltung der
Wohngebiete können auch große Ausgleichsflächen, die inzwischen bei neuen
Baugebieten auf der grünen Wiese ausgewiesen werden müssen, reduziert werden.
Naturschutzgebiete und Rückzugsflächen der Natur sollen erweitert und Biotope
in der Flur miteinander verbunden werden.
geo-net
setzt sich für den Erhalt der restlichen Eigenwasserversorgung Gerolzhofens
(Wiebelsberger Quellen) ein. „Wir wollen nicht nach dem Sankt-Florians-Prinzip
handeln und anderen die Vorsorge für unser Trinkwasser aufbürden“, begründet
Mechthild Roth das Engagement für die Reinhaltung des Grundwassers in der
Gerolzhöfer Flur.
Neu
ist der Vorschlag, in Gerolzhofen eine „Bürger-Strom-Gesellschaft“ zu gründen.
In dieser Gesellschaft können sich Bürgerinnen und Bürger zusammentun, um
gemeinsam Photovoltaik- und Windkraftanlagen in Gerolzhofen oder in der Region
zu errichten. Jeder Einzelne könnte somit entsprechend seiner eigenen
Möglichkeiten einen aktiven Beitrag zur Förderung dieser wichtigen
Zukunftstechnologien leisten.
Im
wirtschaftspolitischen Bereich will sich geo-net vor allem für die Förderung
der kleineren und mittleren Betriebe einsetzen. „Diese Betriebe schaffen die
meisten Ausbildungsplätze“ begründet Vizl diesen Schwerpunkt der Liste. „Wir
wollen eine kontinuierliche Fortentwicklung statt Stillstand“. Hierzu sollen
möglichst auch neue Gewerbe- und Industriebetriebe in Gerolzhofen angesiedelt
werden. geo-net will prüfen, ob ein kleines „GRIBS“ (Gründer- und
Beratungszentrum) in Gerolzhofen möglich wäre. In diesem Zentrum für
Firmengründer, möglicherweise in der Amtsvogtei untergebracht, sollen neuen
Firmen in Zukunftsbereichen entstehen, die sich nach der Gründungsphase
dauerhaft in Gerolzhofen ansiedeln und neue Arbeitsplätze in der Stadt
schaffen.
Da
Gelände für Gewerbegebiete nicht in unbegrenzter Größe zur Verfügung steht,
soll ein Gewerbeflächenmanagement mit den umliegenden Gemeinden oder mit dem
Landkreis für kosten- und flächensparende Lösungen sorgen. Als Beispiel für
diese interkommunale Zusammenarbeit nennt geo-net die Zusammenarbeit der
„Gastliches Fünf“ im Bereich des Fremdenverkehrs.
Besonders
hob Vizl die geo-net-Vorschläge für die Innenstadt hervor. Zunächst sollen, wie
bereits vor einigen Jahren begonnen, in Arbeitsgruppen unter fachkundiger
Anleitung die betroffenen Händler, Handwerker und Grundstücksbesitzer sowie der
Stadtverwaltung Konzepte für das Stadtzentrum entwickelt werden. Die Innenstadt
soll durch weitere Attraktionen gestärkt werden. „Eisdielen, Cafes, Dönerladen
sind wichtige Ergänzungen zu den Geschäften, die junge Leute und Familien in
das Stadtzentrum locken“. geo-net will prüfen, ob in Gerolzhofen eine
Markthalle, ähnlich wie in Schweinfurt, möglich wäre. Standorte könnten im
Bereich der Breslauer Straße oder im Quartier zwischen Weiße-Turm-Straße,
Brunnengasse, Spitalstraße sein.
Die
weiteren Programmpunkte zur Sozial- und Kulturpolitik wurden von Toni
Niedermeier (Platz 4 der Liste) und Barbara Stanzel (Platz 6) vorgestellt