geo-net
geo-net im Stadtrat
Thomas Vizl
Redaktion Main-Post
Gerolzhofen
Gerolzhofen, 30. Nov. 2002
Sehr geehrte Damen und
Herren,
zur Diskussion um die
Einrichtung einer Gleichstellungsbeauftragten (Stadtratssitzung am 25.11.02)
nehme ich wie folgt Stellung:
Ein Fall für die Gleichstellungsbeauftragte
Bei der Stadtratssitzung
am 25. November wurde der Antrag von geo-net zur Einrichtung einer
Gleichstellungsstelle beraten. Der Antrag von geo-net, der die Bestellung einer
neutralen Person nach öffentlicher Ausschreibung der Position vorsah, wurde
sowohl von CSU und SPD einmütig abgelehnt. Die Stadtratsmehrheit sieht keine
Notwendigkeit für eine qualifizierte, neutrale Besetzung von außerhalb des
Stadtrates für diese Tätigkeit. Gleichberechtigung sei in Gerolzhofen bereits
gewährleistet. Auf Antrag der CSU wurde dann CSU-Stadträtin Eva Maria Ott zur
ehrenamtlichen Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Gerolzhofen bestimmt.
Wie es
tatsächlich mit der Gleichberechtigung von Frauen in Gerolzhofen aussieht wurde
anschließend offensichtlich demonstriert: Mit großer Mehrheit wurde die einzige
Frau aus der Schulverbandsversammlung der Grundschule Gerolzhofen
herausgewählt. Grund: Parteitaktische Überlegungen der CSU (Petra Thurn-Siweck
und ihr ebenfalls nicht mehr gewählter Vertreter Ludolf Kneuer
wurden von der SPD vorgeschlagen). Es drängt sich mir der Verdacht auf, daß
hier Parteinähe über Sachargumente gestellt wurde. Drei Männer, keine Frauen im
Gremium - eigentlich ein Fall für die Gleichstellungsbeauftragte. Frau Ott,
werden Sie tätig!
Thomas Vizl